
Initiiert wurde der Verein „Wirtschaft für Integration“ von zwei Freunden: Ali Rahimi, Wiener Unternehmer mit Geburtsort Teheran und Georg Kraft-Kinz, Generaldirektor Stv. der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. „Nach langen und intensiven Gesprächen mit vielen verschiedenen Freunden und Kollegen haben wir im Herbst 2008 den Punkt erreicht, an dem uns klar war: Wir können nicht länger nur darüber reden, wir müssen etwas tun!“ Denn gemeinsam ist den beiden bewusst: „Eine gelungene Integration ist eine historische Chance und eine Notwendigkeit für die Stadt, die wir jetzt aktiv anpacken und zu der wir unseren Beitrag leisten müssen.“ Im März 2009 ist der neue Verein „Wirtschaft für Integration“ erstmals an die Öffentlichkeit getreten.
Die Integration von Menschen aus unterschiedlichen Staaten und Kulturen in Österreich ist unerlässlich und eine Chance für unser Land. Denn Zuwanderung ist eine Realität und eine Notwendigkeit für die weitere Entwicklung unseres Landes. Dabei gilt es sowohl jene zu beachten, die bereits zugewandert sind, als auch jene, die in den kommenden Jahren zuwandern werden.
Menschen mit ihren vielfältigen Begabungen, geprägt aus verschiedenen Kulturen haben durch die Jahrhunderte zur Weiterentwicklung in allen Bereichen des Zusammenlebens in unserer Region beigetragen. Es ist uns aber bewusst, dass es im Zusammenleben auch Konfliktfelder und Herausforderungen gibt, denen sich alle Beteiligten bewusst und lösungsorientiert stellen müssen.
Als verantwortliche Frauen und Männer der Wirtschaft, als Unternehmer und Manager, wollen wir mit dem Verein „Wirtschaft für Integration“ unseren Beitrag zur Integration heute leisten und einen „potenzialorientierten Zugang“ schaffen. Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ist dabei Sponsor der Vereinsstruktur.
Wesentliche Eckpunkte für unser Verständnis von Integration sind:
Wir sind überzeugt, dass Österreich Zuwanderung braucht und dass Integration ein wesentlicher Faktor für sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Dynamik ist.
Integration, wie wir sie verstehen, ist ein wechselseitiger Prozess: Dieser Prozess verlangt von den zugewanderten und zuwandernden Menschen, die europäischen Grund- und Menschenrechte sowie die rechtsstaatlichen Prinzipien der österreichischen Gesellschaft anzunehmen. Zugleich müssen ihre Identität stiftenden Werte, Kulturen und Prinzipien respektiert werden.
Ziel einer gelungenen Integration sind gesellschaftlicher Zusammenhalt, Chancengleichheit, gemeinsamer sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt.
„Fordern und fördern!“ – das ist einer der wesentlichen Orientierungspunkte des Vereines „Wirtschaft für Integration“.
Wir haben den gemeinsamen politischen Willen, etwas zu bewegen, weil Integration ein großes Zukunftsthema für Wien ist und daher heute einer gemeinsamen Anstrengung bedarf. Vor dem Hintergrund der großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Bedeutung, will der Wirtschaftsverein das Thema Zuwanderung und Integration in einer neuen und konstruktiven Weise behandeln.
Impulsgeber – Förderer - Vermittler
Unser Beitrag sind einerseits eigene Initiativen, andererseits die gezielte Unterstützung von Projekten und Initiativen, die unsere positive Sicht von Integration teilen. Wir verstehen uns als Impulsgeber für Wirtschaft, Politik und Bevölkerung und sehen uns als Vermittler zwischen potenziellen Sponsoren und Initiativen zur Integration.
Qualifikation als Chance
Gute Qualifikationen von Migrantinnen und Migranten bedeuten letztlich auch gute Integration.
Deutsch zu lernen, um beruflich vorwärts zu kommen, ist keine Forderung an Migrantinnen und Migranten um Druck auszuüben, sondern um Chancen nützen zu können. So wird eine der Initiativen des Vereines sich auf gezielte Förderungen von Sprache und Ausbildungen konzentrieren. „Wir wollen De-Qualifizierung verhindern!“
Initiative Bildung
Für die Wirtschaft – und damit für die stabile Weiterentwicklung der Gesellschaft – ist die Generation der Kinder und Jugendlichen von Heute ein entscheidender Zukunftsfaktor. Gerade im Bereich der Hauptschulen und MS sehen wir einen besonderen Aufgabenbereich für unser Engagement.
Integration als Langzeitprogramm
Integration benötigt Zeit. Als Verantwortliche der Wirtschaft geben wir daher der Nachhaltigkeit den Vorrang und sehen unsere Plattform als auf Dauer angelegtes Projekt. Die Perspektive von fünf Jahren ist für uns ein Horizont um erste konkrete Erfolge erreicht zu haben.





